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Glossar wichtiger Usenet Begriffe

Wer mit der Welt des Usenet noch nicht so vertraut ist, der wird schnell feststellen, dass hier durchaus eine ganz eigene Sprachkultur entstanden ist. Die Tatsache, dass der ganz große Teil der verwandten Begriffe englischsprachig ist, erschwert das Verständnis zusätzlich. Unsere Übersicht wichtiger Bestandteile des Usenet Jargon soll Ihnen eine kleine Hilfe bei der Orientierung in den Newsgroups Ihrer Wahl sein. Über konstruktive Kritik sind wir dankbar.

 

 

Die wichtigsten Usenet-Fachbegriffe auf einen Blick

ACK (Acknowledge)
Sehr häufig wird man in den Newsgroups des Usenet auf den Abkürzungsterminus "ACK" stoßen. Dieser steht für das englische Wort "Acknowledge" und signalisiert Zustimmung zu einem bestimmten Sachverhalt. Will man statt Zustimmung Ablehnung ausdrücken, findet die Abkürzung "NACK" Verwendung. Wie sich leicht erahnen lässt steht dieser Terminus für "Non Acknowledge". Aufgrund von Verwechslungsgefahr mit identisch gelagerten Abkürzungen sollte man in englischsprachigen Diskussionsgruppen auf die Großschreibung des Ausdruckes "ACK" achten.

AFAIK (As far as l know)
Mit der Abkürzung "AFAIK" will der Benutzer "As far as I know" ausdrücken. Ins Deutsche übersetzt bedeutet dieser Satz "Soweit ich weiß". Der letzte Buchstabe dieser im Usenet sehr gebräuchlichen Redewendung wird auch in veränderter Form verwendet. Mit "AFAIR" wird "As far as I remember" ("Soweit ich mich erinnere") und mit "AFAIS" wird "As far as I see" ("Soweit die Angelegenheit überblicke") abgekürzt.

AOL
Kaum jemand auf dieser Welt, der noch nicht von AOL gehört hat... Der amerikanische Internetriese "America Online" hat sein Geschäftsgebiet mittlerweile schließlich weit über die Grenzen der USA ausgedehnt. AOL steht für einen Internetzugang für Jedermann, der Werbeslogan "Bin ich schon drin?" umschreibt dies recht treffend. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass eine Menge an "Newbies" das Internet und auch das Usenet fluteten und in erster Linie durch reine Zustimmungsbeiträge auf sich aufmerksam machten. Die Kommentare beschränken sich nicht selten auf "Sehe ich genauso", "Interessiert mich auch" etc., oft verbunden mit einem Vollzitat auf das Bezugsposting. Aus diesem Grund steht die Abkürzung AOL im Usenetjargon auch für unnötige Zustimmungskundgebungen.

Artikel
Das Usenet besteht in seiner Gesamtheit aus einer schier unüberblickbaren Zahl an Newsgroups oder auf deutsch Newsgruppen. In diesen Newsgruppen diskutieren die Teilnehmer zu bestimmten Themen. Der einzelne Diskussionsbeitrag wird als Artikel bezeichnet. Das englischsprachige Pendant heißt "Posting", das zugehörige Verb "Posten".

BTDT (Been there done that)
Mit den vier Buchstaben "BTDT" wird gewohnheitsmäßig das Bekenntnis "Been there, done that" abgekürzt. Übersetzt heißt das Ganze so viel wie "Ich bin bereits da gewesen, ich habe es bereits getan (ausprobiert)". Dieser Bestandteil des Usenet Jargon wird oft dann aus der Schublade geholt, wenn der Poster seine Aussage mit bereits gemachten Erfahrungen unterstreichen oder glaubhafter machen möchte.

BTW (By The Way)
Die im Usenet an allen Ecken und Enden anzutreffende Abkürzung "BTW" steht für den umgangssprachlich eingebürgerten Terminus "By The Way". Im Deutschen trifft das Adverb "übrigens" recht treffend den gemeinten Zusammenhang. Verwendet wird "BTW" meist dann, wenn man vom eigentlichen Thema der Diskussion etwas abschweifen möchte, was man wohlgemerkt nur in einem begrenzten Maße tun sollte, falls man sich nicht "Back to topic" ("Zurück zum Thema") anhören möchte.

Canceln
Eine Angelegenheit für sich ist das "Canceln" oder Löschen eines Artikels. Wer einen Artikel "canceln" möchte, muss zu diesem Zweck einen weiteren Artikel mit einer speziellen Anweisung an alle Server zur Bestandslöschung bezüglich des betreffenden Artikels verschicken ("control message").
Hierzu ist anzumerken, dass es sich bei dieser "control message" lediglich um eine Bitte handelt und die betreffenden Server dem Ansuchen zum "Canceln" nachkommen oder es ignorieren können. Zudem gilt es zu bedenken, dass entsprechende Antworten auf das Posting natürlich im Datenbestand erhalten bleiben. Insofern lässt sich leicht nachvollziehen, dass das "Canceln" eines Artikels nur innerhalb sehr geringer Zeitspannen nach dem Posten Sinn macht.

CMIIW (Correct me if I am wrong)
Wenn sich der Verfasser einer bestimmten Aussage bezüglich deren Richtigkeit selbst nicht sicher ist, so wird im Usenet gerne die Abkürzung "CMIIW" angehängt. Diese steht für den Ausdruck "Correct me if I am wrong", was soviel bedeutet wie "Korrigiert mich, wenn ich falsch liege". Die Verwendung von "CMIIW" empfiehlt sich alleine aus Höflichkeitsgründen, wenn man eine nicht einwandfrei unstrittige Aussage machen möchte und auf die Meinung anderer Newsgroup Teilnehmer Wert legt.

Crossposting
Alles andere als beliebt macht man sich im Usenet, wenn man ein und den selben Artikel in einer Vielzahl an Newsgroups veröffentlicht. Im Gegensatz zum sog. Multiposting (der Artikel wird in jeder Newsgroup separat veröffentlicht) ist das Crossposting allerdings noch der elegantere Weg. Hier wird ein Artikel über die Empfängerzeile der Newsreader Software gleichzeitig in mehreren Groups gepostet. Dies hat den Vorteil, dass derjenige, welcher den betreffenden Artikel bereits gelesen hat, ihn in einer anderen Gruppe nicht mehr präsentiert bekommt. Zudem ist dieses Verfahren auch Ressourcen schonend, da der Artikel nur einmal gespeichert wird. Andere Begriffe für das beschriebene Crossposting sind X-Posting oder auch xpost.

DAU
Diese mittlerweile über die Welt des Internet hinaus verbreitete Abkürzung für den "Dümmsten Anzunehmenden User" gehört zu den wenigen deutschsprachigen Vokabeln des Usenet Jargon. Ein "DAU" muss nicht unbedingt ein Anfänger sein - hier wird in aller Regel von einem sog. "Newbie" gesprochen. Gemeint sind vielmehr User, welche nicht hinzulernen möchten. Die sprachliche Verwandtschaft zu der in Deutschland lange Zeit sehr populären Abkürzung "GAU" ("Größter Anzunehmender Unfall") ist eher zufällig.

EOD (End of discussion)
Wie im normalen Leben - wenn man die Welt des Usenet oder des Internet allgemein überhaupt als "unnormal" bezeichnen kann - kommt es auch in Newsgroup-Diskussionsrunden häufig vor, dass ein Teilnehmer schlicht keine Lust mehr hat, sich zu einem bestimmten Thema nochmals zu äußern. "EOD" ist die Abkürzung für "End of discussion" ("Ende der Diskussion") und signalisiert, dass der betreffende Teilnehmer sich nicht weiter an der Diskussion beteiligen möchte, da er das Thema für sich für erledigt hält.

EOT (End of thread)
Fruchtlose Diskussionen gibt es auch im Usenet. Wenn sich abzeichnet, dass eine Diskussion zu einem bestimmten Thema an einem Punkt angelangt ist, ab welchem keine wirklich neuen Erkenntnisse mehr zu erwarten sind, kann man den Vorschlag unterbreiten, die Diskussion komplett zu beenden. "EOT", die Abkürzung für "End of thread", ist der Vorschlag, den kompletten "Thread" (Gesamtheit aller Postings zum Thema) zu schließen.

FAQ (Frequently Asked Questions)
Seinen Ursprung im Usenet hat die heute in fast allen Teilen des Internet weit verbreitete Sammlung häufig gestellter Fragen. Der Terminus FAQ kann in diesem Zusammenhang sowohl für den kompletten Fragenkatalog zu einem bestimmten Thema als auch für eine einzelne Frage als Bestandteil des Ganzen verwendet werden. Viele Newsgroups bieten sehr gute "Frequently Asked Questions" und bevor man eine Frage postet, sollte man in der betreffenden FAQ nachlesen, ob nicht genau dieser Sachverhalt bereits beantwortet wurde. Eine ganze Sammlung kompetenter FAQs zum Thema Usenet bietet die Gruppe de.answers.

Flamen - Flame
Wenn sich jemand vollständig im Ton vergreift und / oder Artikel nur deswegen veröffentlicht, um andere anzugreifen oder niederzumachen, dann ist man an einen "Flamer" geraten. Flamen ist - dies lässt sich unschwer erraten - alles andere als beliebt. Der betreffende Artikel selbst wird als Flame bezeichnet und enthält in aller Regel keinen eigenen Inhalt. Dies ist beim Flamen allerdings auch meist beabsichtigt, da der Grund des Postings allein der Angriff auf einen oder mehrere Mitleser ist. Wer sich ohne Konsequenzen mal so richtig austoben will, kann dies in der Gruppe de.alt.flame. Diese wurde einzig und allein zu diesem Zweck konstituiert.

Flamewar
Um eine virtuelle Art von Kommunikationskrieg handelt es sich bei einem Flamewar. Hiermit werden Diskussionen bezeichnet, welche jede Grundlage und jeden Bezug zum ursprünglichen Thema verloren haben oder nie ein richtiges Thema hatten. Derartige Flamewars lassen sich von Zeit zu Zeit in nahezu jeder Newsgroup beobachten. Es gibt immer wieder Flamer, welche das Usenet einzig und allein dazu benutzen, ihren Frust abzuladen. Im Prinzip sind derartige Diskussionsrunden überflüssig und man tut gut daran, sich selbst an einem Flamewar gar nicht erst zu beteiligen.

Follow-Up (F'up)
Mit der Abkürzung F'up wird ein sog. Follow-Up bezeichnet. Hierunter versteht man ein Posting, das auf ein anderes Posting Bezug nimmt. Von einem Follow-Up gesprochen wird wohlgemerkt nur dann, wenn man die entsprechende Antwort oder Reaktion auf den Ursprungsartikel selbst auch postet. Wenn man - aus welchen Gründen auch immer - auf ein Posting verzichtet und sich statt dessen lieber direkt an den Verfasser des Bezugsposting via E-Mail wendet, so handelt es sich nicht um ein F'up, sondern um ein Reply.

Followup-To (F'up2)
Die Abkürzung F'up2 bezeichnet ein sog. Followup-To. Hierbei handelt es sich um einen Bestandteil im Header, der dem Newsreader bei einen Bezugsposting verrät, in welche Gruppe der Beitrag geschickt werden soll. Wenn ein Usenetnutzer beispielsweise eine bestimmte Frage in zwei oder noch mehr Gruppen posten möchte, da der Inhalt mehrere Thematiken berührt, tut er dies durch ein Crossposting. Die Bezug nehmende Diskussion soll aber nur in einer Gruppe ablaufen. Diese Gruppe gibt der Poster nun mit dem Followup-To an. Um Unklarheiten zu vermeiden empfiehlt es sich im Ursprungsposting einen Hinweis auf den Einsatz des F'up2 zu hinterlassen. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass es sich lediglich um einen Wunsch handelt, bei einer Antwort in mehrere Gruppen sollte man aber einen triftigen Grund für das Abweichen vom Followupto-Hinweis haben.

Followup-To: Poster (f'up2p)
Hierbei handelt es sich um eine Spezialform des Followup-To. Eingesetzt wird sie dann, wenn die Antwort auf ein Posting nicht in die entsprechende Newsgroup geschickt werden soll, sondern via E-Mail direkt an den Verfasser. Dies kann insbesondere dann Sinn machen, wenn die Diskussion den Rest der Menschheit nicht mehr interessieren dürfte, z.B. bei unterschiedlichen Auffassungen zweier Usenetteilnehmer zu einem bestimmten Topic.

Fragezeichen (FRZ)
Zu einer Art Synonym für das Euro-Zeichen geworden ist der Terminus "Fragezeichen" oder kurz FRZ. Dies hat seine Ursache darin, dass eine ganze Reihe von Newsreadern nach wie vor große Probleme mit der Darstellung des Sonderzeichens für den Euro hat. Diese Probleme resultieren darin, dass der Empfänger statt "€" dann eben ein "?" zu sehen bekommt. Oft lautet ein in weiser Voraussicht modifiziertes Posting dann im vornherein "Das Ganze kostet dich 150 Fragezeichen" statt "Das Ganze kostet dich 150 €".

GABELN(s)
Wenn von GABELN oder in der Mehrzahl von GABELNs die Rede ist, so sind damit datennetzbasierte Diskussionsforen im allgemeinen gemeint. Der Begriff steht für "Gruppe Area Brett Echo Liste Newsgroup" und ist umfassender als der Terminus Usenet, also gewissermaßen ein Oberbegriff. Gepflogenheiten und Fachsprache können sich in den verschiedenen Diskussionsforen sehr stark unterscheiden und als Neuling tut man gut daran sich vorab über das Nötigste zu informieren.

Header
Ähnlich wie bei HTML-Dokumenten oder auch im E-Mail Verkehr gibt es auch bei Usenetpostings einen sog. Header. Dieser enthält allgemeine Informationen wie z.B. den Absender, den Betreff, das Datum und die Uhrzeit sowie eine Vielzahl wichtiger Steuerinformationen. Hierzu zählen beispielsweise die Zeichencodierung, der User-Agent oder die Mime-Version.

HTH (Hope that helps)
Wenn man auf ein Posting antwortet und dem Fragesteller signalisieren will, dass man hofft, mit der eigenen Antwort eine gewisse Hilfe geleistet zu haben, kann man die Abkürzung "HTH" verwenden. Wörtlich übersetzt heißt das Ganze "Ich hoffe das hilft" und genauso ist es auch gemeint. Die Formulierung macht sich auch aus Höflichkeitsgründen sehr gut.

IANAL (I am not a lawyer)
Die gebräuchliche Kurzform IANAL steht für den nicht immer im ursprünglichen Sinne gemeinten Ausdruck "I am not a lawyer". Ins Deutsche übersetzt bedeutet das Ganze soviel wie "Ich bin kein Jurist". Die ursprüngliche Verwendung des Terminus im Bereich rechtlicher Absicherung ist mittlerweile einer allgemeineren Interpretation gewichen. Oft wird IANAL dann angewendet, wenn der Poster zum Ausdruck bringen möchte, dass er zwar eine gewisse Ahnung von einem bestimmten Sachverhalt hat, sich andere aber nicht zu sehr auf die Endgültigkeit der gemachten Aussage verlassen sollten.

IIRC (If I remember correctly)
Der im deutschen Sprachgebrauch häufig verwendete Ausdruck "Wenn ich mich recht erinnere..." bedeutet im Englischen "If i remembered correctly". Der Gebrauch der hierfür meist verwendeten Abkürzung IIRC ist allerdings uneinheitlich. So steht das "R" in IIRC manchmal auch für "recall" anstatt für "remember". In einer gewissen Konkurrenz steht die desd Version WIMRE, die sich bisher allerdings noch nicht durchsetzen konnte.

IMHO (In my humble opinion)
Sehr gut macht sich die Verwendung der Abkürzung IMHO. Diese steht für "In my humble opinion", was im Deutschen "Meiner bescheidenen Meinung nach..." bedeutet. Oft verwendet wird auch die Kurzform IMO, was dann eben nur "Meiner Meinung nach..." bedeutet. Das Wort "humble" drückt aber Bescheidenheit und Respekt vor den anderen Teilnehmern aus und sollte daher nicht unterschlagen werden.

Ingrid Liebeler
Zu einer Art "geflügeltes Wort" geworden ist im deutschsprachigen Teil des Usenet der Ausdruck "die Ingrid machen". Namen gebend ist die bekannte Netzpersönlichkeit Ingrid Liebeler, die durch eine ganz besondere Eigenheit eine gewisse Berühmtheit erlangt hat: Veröffentlichung von Follow-Ups auf eigene Postings. Frau Liebeler liebt es also, eigene Postings gleich selbst zu beantworten und ist aus diesem Grunde in der Usenet Gemeinde als eher umstrittene Persönlichkeit zu sehen.

IRL (In Real Life)
Wenn es so etwas wie das "richtige Leben" überhaupt gibt (ist die virtuelle Welt "unrichtig" ???), dann steht der Terminus IRL dafür. "In Real Life" dient dabei als Abgrenzung der "normalen" Welt von der Welt des Cyberspace. Wie bereits eingangs erwähnt, kann man über eine derartige Trennung aber durchaus streiten. Auch der Autor dieser Zeilen lebt in einer kaum abzugrenzenden Kombination aus virtuellen und realen Lebensinhalten.

Ironiedetektor
Ironie ist ein wichtiger und kaum verzichtbarer Bestandteil in vielen Usenet Newsgroups. Bei einem Kommentar, der ironisch gemeint ist, aber auch missverstanden werden könnte, empfiehlt sich daher die Verwendung des bekannten Smileys ;-). Der Begriff "Ironiedetektor" steht prinzipiell für die Fähigkeit, den Ironiegehalt eines Postings auch erkennen zu können. Bei Ernstnehmen eines ironischen Kommentars kann man daher schnell den Hinweis bekommen, die Batterie des Ironiedetektors auszuwechseln.

JHVH (Jehova)
Vor allem im Judentum verbreitet ist die alttestamentliche Bezeichnung Gottes durch das Wort "Jehova" - in anderer Form auch als JHVH transkribiert. Interessanterweise ist es gläubigen Juden übrigens untersagt, diesen Name auszusprechen. Im Usenet wird der Begriff Jehova gewissermaßen als Synonym für Reizwörter aller Ausprägungen verwendet. Der Ursprung dieses Zusammenhanges liegt daher auch in dem erwähnten Verbot in der jüdischen Religion, verbunden mit einer Szene aus dem Kultfilm "Leben des Brian", in welcher ein Jude gesteinigt werden soll, da er das Wort Jehova in den Mund genommen hat.

Kammquoting
Mit dem Begriff Kammzitat oder Kammquoting wird eine spezielle Eigenart des Newsreaders Outlook Express (weit verbreitet, da auf jedem Windows-System vorinstalliert) im Umgang mit zitierten Zeilen, welche die Maximalbreite überschreiten, bezeichnet. Outlook Express umbricht die entsprechenden Zeilen erneut, behält aber auch die alten Umbrüche bei. Auf diese Art und Weise ergeben sich mitunter relativ unleserliche Postings. Da sich sehr kurze Zeilen mit längeren abwechseln, hat sich hierfür der Terminus "Kammsatz" eingebürgert.

Killfile
Wie überall im Leben so gibt es auch im Usenet interessante und weniger interessante, lesenswerte und weniger lesenswerte Artikel. Um eine bessere Einordnung der Relevanz eines einzelnen Postings zu ermöglichen gibt es sog. Killfiles oder auch Scorefiles. Postings mit wenig Relevanz (ausgedrückt oft über einen sich aus verschiedenen Kriterien wie beispielsweise Länge des Postings oder Dichte bestimmter Termini ergebenden Punktestand) füllen das Killfile mit der Folge, dass der entsprechende Artikel nicht mehr geladen wird.

LART (Luser Attitude Readjustment Tool)
Auch im Usenet gibt es schwierige bis unangenehme Zeitgenossen - die Anonymität des Netzes scheint viele User dazu zu ermutigen, Verhaltensweisen an den Tag zu legen, die sie im "normalen Leben" so niemals zeigen würden. Wenn derartigen Zeitgenossen die Grenzen aufgezeigt bekommen, so spricht man auch von LARTen. Die Abkürzung LART steht dabei für "Luser Attitude Readjustment Tool" und bezeichnet sinngemäß ein (Administratoren-)Werkzeug mit dem Ziel, die Einstellungen des betreffenden Users neu abzustimmen.

LOL (Laugh out loud)
Vielleicht mehr als jede andere Redewendung, welche ihren Ursprung im Usernet hat, Eingang in den alltäglichen Sprachgebrauch gefunden, haben die drei Buchstaben LOL. Sie drücken "lautes Lachen aus" und sind besonders in der dem Usernet verwandten Forenkultur und den zahlreichen Chatsystemen des WWW sehr verbreitet. Der Terminus ist in verschiedenster Form erweiterbar - der Phantasie sind in diesem Zusammenhang (fast) keine Grenzen gesetzt. Am bekanntesten noch ist das "Wälzen auf dem Boden vor Lachen" ROTFL ("Rolling On The Floor Laughing").

Lurker
"Lurken" bedeutet soviel wie stilles Mitlesen der Artikel einer beliebigen Newsgroup. Der Ursprung liegt im englischen Verb "to lurk", was direkt übersetzt so viel wie "lauern" bedeutet. Ein Lurker wird nach unserem Sprachgebrauch hiermit aber nicht wirklich treffend charakterisiert, da es in den einzelnen Newsgroups sehr viele stille Mitleser gibt, die niemals selbst etwas posten und daher auch nicht "auf der Lauer liegen". Wer denn übrigens selbst doch einmal einen Beitrag leistet, der delurkt.

man [...]
Wie in der Welt abseits digitaler Kommunikation kommt es auch im Usenet vor, dass Menschen Fragen stellen, die mit ein klein bisschen Mühe und Suchen längst beantwortet wären. In solchen Fällen hat sich in Newsgroups der Ausdruck man [...] etabliert. Seinen Ursprung hat das Ganze in der auf UNIX-Systemen verbreiteten manpage (Hilfeseite) zu einem bestimmten Befehl. Mit man [...] wird dem Gegenüber also freundlich, aber doch bestimmt signalisiert, dass er sich zu einem bestimmten Sachverhalt doch zunächst Informationen einholen sollte und erst danach wieder in die Thematik einsteigen. Auch im Usenet gilt schließlich der Satz "In der Kürze liegt die Würze".

Merkbefreiung
Wer ohnehin nicht in der Lage dazu ist, sich etwas zu merken, der gilt im Usenet gemeinhin als "merkbefreit". Das Ausstellen einer Merkbefreiung ist also eine alles andere als schmeichelhafte Auszeichnung, angereichert mit einer gehörigen Portion an Ironie, Sarkasmus und Zynismus. Wer in Diskussionen wider besseres Wissen auf den eigenen Standpunkten beharrt, auf die Meinung der anderen User nicht eingeht und / oder sich dauerhaft daneben benimmt, hat beste Chancen als "merkbefreit" für die Zukunft ignoriert oder zumindest nicht mehr ernst genommen zu werden. Die "Krönung" dieser Auszeichnung besteht übrigens in der "Einweisung" in de.alt.gruppenkasper über ein Followup-To.

MUSEN
Bei dieser Abkürzung handelt es sich um eine der wenigen, auf den deutschsprachigen Newsgroup Bereich beschränkten Fachausdrücke. MUSEN steht dabei für "Meinem unmaßgeblichen Sprachempfinden nach". Angewendet wird das Ganze besonders dann, wenn es um spezifische Bedeutungsnuancen und Interpretationsmöglichkeiten der deutschen Sprache geht. Es gibt eine Reihe von Abwandlungen - je nachdem ob man das eigene oder fremde Sprachempfinden oder das eines Dritten benennen möchte. Gebräuchlich sind daher auch die Termini DUSE ("Deinem...") und SUSE ("Seinem..."). Also aufgepasst: Letzterer Ausdruck hat nichts, aber auch gar nichts mit der gleichnamigen empfehlenswerten Linux-Distribution zu tun.

Netcop
Wer kennt sie nicht? Jene Mitbürger, welche den lieben Tag lang hinter der Gardine lauern und ihre Nachbarn beobachten oder die Straße nach Falschparkern durchforsten und jeden kleinen Gesetzesverstoß sofort an die zuständige Obrigkeit melden. Wer ein ähnliches Verhalten im Usenet an den Tag legt, wird gerne als (selbsternannter) Netcop bezeichnet. Netcops sind also User, welche im Prinzip nichts Konstruktives zu einer Diskussion beisteuern, sondern lediglich mit den alleinigen Ziel aktiv sind, andere Teilnehmer auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen (und das meist in einem vollkommen unmöglichen Ton). Dass ein derartiges Verhalten alles andere als gerne gesehen ist, versteht sich von selbst...

Net-Etikette
Hierbei handelt es sich um die Gesamtheit diverser Benimmregeln, welche den Teilnehmern in den einzelnen Newsgroups das Miteinander erleichtern soll. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass es sich um kein starr fixiertes Regelwerk im eigentlichen Sinne handelt, sondern vielmehr um eine Sammlung von Mindestanforderungen, welche sich im Laufe der Zeit als sinnvoll erwiesen haben. Die Net-Etikette, abgekürzt oft auch als Netikette bezeichnet, ist also ein selbst auferlegter Verhaltenskodex, dessen Berücksichtigung gerade Newbies den Einstieg ins Usenet ungemein erleichtert. Es gibt eine Reihe von Vorschriften, deren Gültigkeit auf bestimmte Hierarchien oder Sprachbereiche begrenzt ist. Ausführlichere Informationen zum Thema Netiquette finden Sie hier.

Newbie
Diesen Begriff hört man mittlerweile sehr häufig in verschiedensten Breichen des täglichen Lebens. Ursprünglich tatsächlich aus der Welt des Usenet stammend bezeichnet er schlicht und einfach einen noch recht unerfahrenen User, der dementsprechend auch den ein oder anderen Fehler macht. Eine bekannte "Anfängergeste" besteht beispielsweise darin, sein Dasein einer bestimmten Gruppe anzukündigen und in diesem Zusammenhang gleich einmal zum Besuch der eigenen Homepage einzuladen. Einem "echten" Newbie nimmt man derartige Fehler im Prinzip nicht übel, man erwartet sie schlicht und einfach. Allerdings sollte der Betroffene entsprechende Ratschläge, wie man es besser macht, nicht ignorieren, da er ansonsten nicht viel Freude im Usernet haben wird.

Newsreader
Um die Beiträge in den Newsgroups lesen zu können und selbst auch entsprechende Beiträge ("Postings") erstellen zu können benötigt man eine spezielle, korrekt als News User Agent zu bezeichnende Software. Derartige Newsgroup Clients sind in gewisser Weise durchaus mit E-Mail Clients vergleichbar, insofern macht es auch durchaus Sinn, dass bei vielen Softwarelösungen die Funktonalität beider Clientlösungen kombiniert ist. Es gibt eine Vielzahl guter, sehr guter und auch weniger guter Newsreader auf Free- und Sharewarebasis, eine Übersicht zu einigen bekannten News User Agents finden Sie hier.

OjE
Dieses Wort steht im deutschen Sprachgebrauch für das Kundgeben von Missfallen oder Bedauern und genauso ist es in diesem Zusammenhang auch gemeint. Die kombinierte Groß-Kleinschreibung OjE lässt schnell erkennen, dass es sich um eine spöttische Veränderung der offiziellen Outlook Express Abkürzung OE handelt. Outlook Express scheidet im Newsreader Bereich die Geister: Einerseits ist das Programm sehr stark verbreitet (kein Wunder, da auf jedem Windows-System vorinstalliert), andererseits aber durchaus fehlerbehaftet. Zudem neigen gerade Anfänger und erfahrene User dazu OE zu benutzen, was die Fehleranfälligkeit bzw. auch die Ignoranz gegenüber Hinweisen auf falsche Postings noch verstärkt. Gerade Hinweise werden oft als grundlegende Kritik an Microsoft missverstanden und dementsprechend nicht ernstgenommen.

OP
Alles hat einen Anfang - dies ist auch im Usenet nicht anderes. Der Beginn einer bestimmten Diskussion - oder anders ausgedrückt jenes Posting, welches am Anfang des Threads steht, wird als Originalposting bezeichnet. Folgerichtig heißt derjenige, welcher diesen ersten Beitrag veröffentlicht hat, auch Originalposter.

OT
Diese Abkürzung steht für das recht bekannte "off topic" und unterstreicht die Tatsache, dass ein bestimmter Beitrag, Kommentar etc. nicht zum eigentlichen Thema des Threads bzw. der entsprechenden Newsgruppe gehört. Wenn sich abzeichnet, dass eine Diskussion in Richtung "OT" abdriftet, so empfiehlt sich die Umleitung in eine themenrelevantere Gruppe mittels Followup-To. Nicht allzu sinnvoll ist die durchaus häufig anzutreffende Praxis, einen sachfremden Beitrag gleich zu Beginn im Betreff mit "OT" zu kennzeichnen. Wer bereits weiß, dass der Beitrag "off topic" ist, der sollte ihn doch gleich dort posten, wo er thematisch hingehört.

Pawlow
Im Bereich der Verhaltensforschung erreichten die Studien des russischen Wissenschaftler Iwan Petrowitsch Pawlow Weltruhm. Insbesondere seine Versuche zu den Möglichkeit der Verhaltenskonditionierung machen ihn bis heute zu einem Muss für alle Pädagogik- und Psychologie-Studenten. Besonders in Erinnerung ist auch vielen Nicht-Verhaltensfortschern der Versuch mit einem Hund, bei dem ein neutraler Reiz aufgrund der kombinierten Verabreichung mit seinem Futter nach einer gewissen Zeit die gleiche Wirkung entfaltete wie der eigentliche Reiz. Wenn im Usenet das Wort "Pawlow" fällt, so wird hiermit eine eine mechanische und meist unangebrachte Reaktion bezeichnet. Wer in unangebrachter Form - beispielsweise im Zusammenhang mit einem bestimmten Reizwort - reagiert, muss sich denn auch den Hinweis gefallen lassen, sein "Pawlow" sei "facslh" justiert.

Plenken
Manche Menschen haben die seltsame Angewohnheit Satzzeichen vom vorangehenden Wort durch einen Leerschritt zu trennen. Das Ganze sieht dann beispielsweise so aus: "Stimmt's ?". Dies ist - den geltenden Normen zufolge - zum ersten schlichtweg falsch, zum zweiten kann es dazu führen, dass das Satzzeichen an den Beginn der nächsten Zeile rutscht und das Erscheinungsbild des Beitrags spätestens dann schlicht und einfach grässlich aussieht. Der Begriff "Plenken" leitet sich übrigens vom englischen Wort "blank" ab, was wiederum den (in diesem Falle unerwünschten) Leerschritt kennzeichnet.

PLONK
Beim sog. "Killfile" oder auch "Scorefile" handelt es sich um eine Art persönliches Filtersystem für Beiträge einer Person, welche als grundsätzlich nicht lesenswert eingestuft werden. Wenn man nun einem bestimmten User die persönliche Gunst entzieht, so plonkt man ihn. *Plonk* bezeichnet - sehr literarisch - im übrigen das entstehende Geräusch, sobald der Name des Ausgeschlossenen am Boden des Killfiles aufschlägt. Oft wird das Ganze aber auch als Abkürzung für die klare Ansage "Please Leave Our Newsgroup, Kiddie!" interpretiert. Um langwierige und meistens zu nichts führende Diskussionen zu vermeiden empfiehlt es sich leise zu plonken. In vielen Fällen bekommt der Betroffene gar nichts davon mit, dass er geplonkt wurde - und das ist auch gut so!

Pointer
Wie der Name bereits erahnen lässt handelt es sich hierbei um einen Verweis auf einen bekannten Ort, wo eine bestimmte Information zu finden ist. Bekanntermaßen gilt insbesondere im Usenet das Gebot "In der Kürze liegt die Würze" und aus diesem Grunde ist es durchaus üblich einen "Pointer" zu setzen anstatt die gesamte Informationsflut zu posten. Da das transportierte Datenvolumen möglichst gering gehalten werden sollte werden beispielsweise keine kompletten FAQs in die betreffende Gruppe gepostet, sondern meist nur ein Verweis auf eine Internetadresse, wo die FAQ-Texte nachgelesen werden können. Manchmal wird statt dessen auch eine Kurzversion ("Mini FAQ") verwendet.

Popcorn
Eine bekannte Situation: Man sitzt im Kino, genießt den Film, lehnt sich entspannt zurück und erfreut sich an einer Tüte Popcorn. Der Gedankensprung zu Newsgroup-Diskussionen ist nicht allzu weit: Wenn wieder mal ein Thema losgetreten wird, welches bereits zigmal durchgekaut wurde, kann recht schnell der Ruf nach Popcorn laut werden. Der Sinngehalt des Ganzen lässt sich erahnen, das süß-salzige Knabberzeug soll das Zurücklehnen und die Passivhaltung bezüglich der anstehenden Diskussion verdeutlichen. Ähnlich dem Kinobesuch hat der Betrachter aber durchaus seinen Spaß an der ganzen Sache.

posted & mailed
In manchen Fällen findet man in der ersten Zeile eines Postings den Vermerk "[posted & mailed]". Dies kennzeichnet die Tatsache, dass die Antwort dem Vorposter parallel via E-Mail zugestellt wird. Dass dies in der Regel nicht sinnvoll und meist auch nicht erwünscht ist versteht sich von selbst. Sinn machen kann die parallele E-Mail Zustellung beispielsweise dann, wenn der Vorposter die Antwort - aus welchen Gründen auch immer - nicht lesen kann oder ausdrücklich um eine Übermittlung gebeten hat. Die Ankündigung gehört zum guten Ton des Usenet und soll vermeiden, dass der Betroffene eine empfangene E-Mail ausführlich beantwortet um in nachhinein festzustellen dass das Ganze auch in der entsprechenden Newsgroup gepostet und womöglich bereits detailliert abgehandelt wurde. Outlook Express setzt fälschlicherweise automatisch den Vermerk "[posted & mailed]" bei einem f'up2 poster.

Posting
Dieser Begriff kennzeichnet den eigentlichen Beitrag eines Usenet Teilnehmers. Das entsprechende Verb lautet "posten" und bedeutet das Abschicken eines Artikels in eine Newsgroup. Vollkommen falsch ist es in diesem Zusammenhang von einer "Mail" oder von "mailen" zu sprechen, da diese Begriffe immer auf die Zustellung an einen ganz bestimmten Empfänger ausgerichtet sind. Dies ist bei einem Usenet Posting natürlich nicht der Fall, da dieses immer an alle Mitleser gerichtet ist.

Pratchett
Eine weit verbreitete Unsitte (nicht nur im Usenet) besteht darin, dem eigenen Beitrag dadurch Nachdruck verleihen zu wollen, dass mehrere Satzzeichen hintereinander geschrieben werden. Das Ganze sieht dann so aus: "Das ist meine Meinung!!!!!" oder "Hab ich recht?????". Diese auch im Usenet durchaus immer wieder anzutreffende Schreibunart wird gerne mit einem Zitat des Autors Terry Pratchett in Verbindung gebracht. Im Original lautet es "Multiple exclamation marks [...] are a sure sign of a diseased mind". Oder auf deutsch: "Mehrfache Ausrufzeichen sind ein sicheres Zeichen eines kranken Geistes" - mehr ist hierzu nicht zu sagen!!!

Prellende Taste
Wenn vom sog. "Kontaktprellen" die Rede ist, so werden hiermit die ablaufenden Vorgänge beschrieben, welche beim Schließen eines Kontaktes (z.B. eines Schalters) ablaufen bis dieser endgültig geschlossen ist. Aufgrund der Empfindlichkeit digitaler Systeme kann es nun dazu kommen, dass - beispielsweise bei einer Computertastatur - ein einzelner Tastendruck mehrmals interpretiert wird - aus diesem Grunde muss die Taste mechanisch "entprellt" werden. Der Zusammenhang mit der Welt des Usenet besteht nun darin, dass insbesondere Newbies zu der Unsitte neigen ihrer eigenen Aussage oder Frage dadurch Nachdruck zu verleihen, das mehrere Ausrufe- oder Fragezeichen gesetzt werden. Dann kann es gut vorkommen, dass der Verfasser den Hinweis bekommt, seine ?-Taste oder auch !-Taste prelle und er solle sich schnellstmöglich um eine Reparatur kümmern.

Quote
Eine Wissenschaft für sich, die durchaus auch eine nähere Betrachtung lohnt, ist das korrekte Zitieren im Usenet - eine ausführliche Auseinandersetzung mit dieser Thematik finden Sie hier. Der Fachbegriff "Quote" bezeichnet das Zitat, welches die allermeisten Newsreader bei einem Follow-Up automatisch erstellen. Dieses Zitat sollte - dem guten Ton des Usenet Rechnung tragend - auf das Wesentliche verkürzt werden.

Realname
Im Gegensatz zu den meisten Bereichen des WWW ist der Umgang mit anonymisierten Personendaten im Usenet unerwünscht. Die allgemeine Forderung seine eigenen Beiträge mit dem echten Namen und einer existenten, einem selbst gehörenden E-Mail-Adresse zu unterzeichnen, ist allerdings nicht unumstritten. Es gibt durchaus Newsgroups bzw. Thematiken wo Anonymität erwünscht oder sogar notwendig sein kann, insofern sollte diese Entscheidung am besten am Einzelfall festgemacht werden.

Regular
Zu diesem Begriff herrscht oft große Unklarheit, nicht selten werden damit schlichtweg falsche Vorstellungen verknüpft. Der Terminus leitet sich zunächst vom englischen "regular" (regelmäßig) ab und kennzeichnet die wichtigsten Teilnehmer einer bestimmten Newsgroup, also all jene, welche regelmäßig und intensiv am Diskussionsgeschehen teilhaben. Entsprechend gut kennen sich Regulars natürlich auch in der entsprechenden Materie aus und fungieren daher nicht selten als Tippgeber und auch Kritiker gegenüber allzu eifrigen Newbies. Eine weit verbreitete Fehleinschätzung ist der Zusammenhang zum deutschen Wort "regulieren" (aufgrund der verbreiteten Forderung nach der Einhaltung bestimmter Regeln), auch die Vorstellung, dass es sich um einen zuerkannten Titel handelt ist falsch. Der Status eines Regulars entsteht aufgrund von Gewohnheitsrecht, man erwirbt ihn irgendwann ganz automatisch.

ROT13
Der Begriff der Verschlüsselung ist im Zusammenhang mit ROT13 sicherlich nicht angebracht, aber eine zumindest auf den ersten Blick vorhandene Unleserlichkeit kann mit diesem Verfahren erreicht werden. Die Verschleierung besteht schlicht und einfach in einer Verschiebung jedes einzelnen Buchstaben um 13 Stellen. Was vorher ein A war, ist jetzt ein N, was B war wird zu einem O etc. Da das lateinische Alphabet aus 16 Buchstaben besteht, ist der Kodierungs- und Entkodierungsvorgang ein und dasselbe, da die Verschiebung genau um die Hälfte des Alphabets erfolgt. Wie bereits angemerkt ist das Verfahren natürlich ungeeignet um Texte zu verschlüsseln, die Antwort auf ein Rätsel, eine Scherzfrage etc. kann damit aber gut versteckt werden. Die meisten Newsreader Lösungen beherrschen im übrigen die "Entschlüsselung" von ROT13 auf Knopfdruck.

RTFM
Diese Abkürzung steht für den auf den ersten Blick recht unfreundlichen Satz "Read that f***ing manual" oder auf gut Deutsch "Lies das verf***te Handbuch". Da die Sprache des Usenet ihren eigenen Interpretationsspielraum besitzt (wozu gäbe es sonst diese Rubrik...) ist das Ganze aber gar nicht so schlimm gemeint wie es sich für einen Newbie anhören mag. Grundsätzlich ist RTFM lediglich als Aufforderung zu verstehen, entsprechende andere Quellen wie eben das Handbuch (beispielsweise einer Software) zu Rate zu ziehen BEVOR man eine Frage postet, die sich bei konzentrierter Eigenrecherche längst beantworten hätte lassen.

SCNR
Ironie spielt in den Newsgroups des Usenet bekanntermaßen eine besonders wichtige Rolle, wozu bräuchte man ansonsten schließlich einen Ironiedetektor? In diesem Zusammenhang zu sehen ist auch die Bemerkung "Sorry, could not resist" (abgekürzt mit "SCNR"), was im deutschen Sprachgebrauch am besten mit "Entschuldigung, das konnte ich mir nicht verkneifen" wiedergegeben werden kann. Das Ganze ist als augenzwinkernde Begleiterscheinung für eine vielleicht blöde, aber eben doch nett gemeinte Bemerkung zu verstehen.

score adjusted
Eine wichtige Rolle spielt in nahezu allen Newsgroups die Qualität eines bestimmten Postings. Um die unübersehbare Fülle von Beiträgen im Usenet besser ordnen zu können, wurden Bewertungssysteme wie das Scorefile geschaffen. Wird dieses Scorefile nun angepasst, auf englisch eben "score adjusted", so wurde in aller Regel eine Zeile mit negativem Score-Wert hinzugefügt (nicht zu verwechseln mit dem Score-Wert der Kreditwirtschaft...). Eine Adjustierung des Scores hat zur Folge, dass die Beiträge des betroffenen Absenders auf dem System des Leser als weniger wichtig eingestuft werden. Der Weg hin zum richtigen *PLONK* ist dann oft nicht weit.

Scorefile
Qualität ist so eine Sache für sich und das Aussortieren von unwichtigen bis sinnfreien Postings nicht immer leicht. Wertvolle Dienste leistet in diesem Zusammenhang das Scorefile, ein Bewertungssystem für Usenetbeiträge auf der Basis von Punktevergabe. Grundsätzlich handelt es sich bei diesem File um eine Textdatei, in welcher der Benutzer individuelle Kriterien festlegen kann, anhand derer ein Posting mit Plus- oder Minuspunkten belegt wird. Die Kriterien sind wie angemerkt individuell anpassbar, oft Verwendung findet die Länge des Postings oder das Vorhandensein bestimmter Keywords im Betreff. Wer auf die Vorteile von Scorefiles vertraut, lässt jeden zu ladenden Artikel diese Kriterienliste durchlaufen, woraus sich für jeden Beitrag ein bestimmter Punktwert ergibt. Artikel mit negativem Score werden daraufhin nicht weiter geladen. Wer einen funktionsreichen Newsreader verwendet, kann diesen nun so einstellen, dass jene Beiträge, welche den höchsten Scorewert besitzen, als erstes dargestellt werden. Die Ähnlichkeit zum Killfile ist durchaus vorhanden, jedoch lässt sich das Scorefile deutlich besser individualisieren.

Shift-Taste, defekte
Jedem Tastaturbenutzer bekannt ist die Umschalttaste, die für das Hin- und Herwechseln zwischen Klein- und Großschreibung verantwortlich ist. Da manche Menschen zu einer etwas eigenartigen Auslegungen von Klein- und Großschreibung neigen hat sich im Usenet der ironische Hinweis eingebürgert, der Verfasser derartiger kreativer Schreibgebilde müsse wohl seine defekte Shift-Taste (Umschalttaste auf einer englischsprachigen Tastatur) reparieren. Auch hier gilt also: Wer einen Beitrag in einer Newsgroup verfasst, der sollte darauf achten, dass die allgemein bekannten Regeln der entsprechenden Sprache, in welcher das Posting verfasst wurde, auch eingehalten werden.

siggen
Das sog. Sigfile bezeichnet im Usenet eine Sammlung von Signaturen, aus welcher das System teils automatisch die individuelle Sig erzeugt. Mit dem Terminus "siggen" wird naheliegender Weise die Aufnahme eines bestimmten Zitates, einer witzigen Bemerkung, eines netten Spruches oder anderer für würdig befundener Sprachkonstrukte in das Sigfile bezeichnet. Wenn ein dementsprechender Spruch, Witz etc. als Signah anerkannt wird, so steht er an der Grenze zur Sigreife.

Signatur
Bekannt aus der Forenkultur des Internet gibt es auch bei einem Newsgroup-Posting eine Art Fußzeile in jedem Beitrag, welcher als Signatur bezeichnet wird. Oft abgekürzt mit Sig kann der Verfasser hier in wenigen Zeilen (der Konvention folgend sollten es nicht mehr als vier sein) dieses und jenes unterbringen, was nicht zum eigentlichen Posting gehört, aber trotzdem übermittelnswert erscheint. Sehr oft wird die eigene Homepage angegeben, aber auch ein Zitat, ein Witz oder eine kreative ASCII-Zeichnung sind sehr beliebt. Eine Eigenart im Usenet besteht darin, dass die individuelle Signatur oft nicht bewusst ausgesucht wurde, da sie vom System des Absenders aus dem sog. Sigfile (Sammlung zahlreicher Sigs) automatisch erzeugt wurde. Insofern empfiehlt es sich eine bestimmte Sig nicht zu persönlich zu nehmen, da der Verfasser sie in vielen Fällen eben nicht bewusst ausgewählt hat. Was die vorhandenen Regeln für die Gestaltung einer Signatur anbetrifft ist anzumerken, dass diese leider von zahlreichen Newsreadern nicht korrekt umgesetzt werden.

sinnfrei
Nicht alles im Leben hat wirklich einen Sinn, dies ist auch in der Welt der Newsgroups nicht anders als in der sog. Realität. Da die Usenet-Gemeinde im allgemeinen dazu neigt, viele Dinge ironisierend und euphemisierend zu umschreiben, hat es sich in deutschsprachigen Newsgruppen eingebürgert, anstatt von "unsinnig" oder sinnlos" von "sinnfrei" zu sprechen. Das Adjektiv mag auf den ersten Blick nicht unbedingt den Anschein eines Euphemismus' erwirken, ist aber durchaus so zu verstehen.

Spellflame
Rechtschreibung ist bekanntermaßen nicht jedermanns Sache und auch im Usenet trifft man auf den ein oder anderen Diskussionsteilnehmer, der kreative bis schwache Auslegungen deutscher Rechtschreibung vertritt. Wird eine derartige Rechtschreibschwäche durch den Diskussionsgegner über ironische bis bösartig-sarkastische Kommentare "bloßgestellt", so spricht man auch von Spellflame. Es versteht sich von selbst, dass man mit derartigen Attacken sehr vorsichtig sein sollte oder sie besser vollständig unterlassen sollte. Schließlich gilt auch hier: "Niemand ist perfeckt!".

Subject
In seiner Bedeutung oft unterschätzt und daher dementsprechend vernachlässigt wird der Betreff eines Postings, der einen Thread startet. Dieser im Fachjargon als Subject bezeichnete Betreff sollte möglichst klar formuliert sein. Insbesondere zu vermeiden sind nichtssagende Angaben wie "Großes Problem - bitte um Hilfe", "Bitte unbedingt lesen" oder dergleichen. Statt dessen sollte der Leser sofort erkennen können um was sich der Beitrag dreht - ein beispielhafter Betreff der Form "Probleme mit der Formulierung von .htaccess Regeln bei mod_rewrite" grenzt die Thematik in wenigen Worten exakt ein.

Supersedes
Wenn ein Artikel in einer Newsgroup von einem anderen ersetzt wird, so spricht man von einem Supersedes. Die Gründe für eine derartige Ersetzung können indes vielfältig sein, beispielsweise wäre es denkbar, dass der bisherige Beitrag nicht mehr aktuell ist und gegen eine entsprechend überarbeitete Version ausgetauscht werden soll (der alte Artikel wird automatisch gecancelt). Einen derartigen Austausch kann - wie sich leicht nachvollziehen lässt - nur der Autor bzw. Absender des zu ersetzenden Artikels vornehmen.

Thread
Hierunter versteht man den kompletten Verlauf einer beliebigen Diskussion innerhalb einer Newsgroup. Anders ausgedrückt umfasst ein Thread das Originalposting an sich sowie sämtliche sich auf dieses beziehende FollowUps. Typisch für den Verlauf ist dabei eine Aufspaltung in Form einer Baumstruktur. In vielen Fällen stellt jeder Ast des Baums ein ganz eigenes Thema dar, das mit dem ursprünglichen Topic wenig bis gar nichts zu tun hat. Dies ist normal, wenngleich manchmal nicht wirklich erwünscht. Aber vielleicht macht gerade dies den Reiz einer Newsgroup-Diskussion aus...

Tischkante
Die Welt des Usenet ist durch eine Außenstehenden auf den ersten Blick oft nicht sofort erschließbare Art von Humor gekennzeichnet. Ein typisches Beispiel ist die berühmt-berüchtigte Tischkante, in welche man vor lauter Lachen beißen muss. Der Verfasser des Postings ist denn auch der Schuldner für die Anschaffung einer neuen Tischkante, da er mit seinem Posting ja schließlich verantwortlich ist für die Geschmacksprobe mit der Wohnungseinrichtung. Im gleichen Zusammenhang zu sehen sind Bemerkungen bezüglich der Kaffeereste in der Tastatur oder über Pizzakrümel auf dem Monitor...

TLA
Mit dem Zeitalter des Computers und insbesondere des Internet haben aus drei Buchstraben bestehende Abkürzungen einen enormen Beliebtheitszuwachs erfahren. Im Englischen spricht man in diesem Zusammenhang von "Three Letter Acronym" oder kurz eben TLA. In der Tat zeigt die Entwicklung der letzten Jahre, dass aus vier oder mehr Buchstaben bestehende Abkürzungen immer mehr an Bedeutung verlieren. Kein Wunder also, dass man heutzutage statt mit ISDN zu surfen lieber DSL nutzt und dass IDE SCSI in Sachen Verbreitung mittlerweile weit hinter sich gelassen hat. Die rechnerische Höchstanzahl möglicher TLAs mit 17.576 wurde durch die Integration deutscher Umlaute nochmals erweitert.

[tm]
Im "wirklichen" Leben steht die Abkürzung [tm], meist als ™ geschrieben, bekanntermaßen für "trademark", was den Schutz von Waren- oder Unternehmensnamen kennzeichnet. Im Usenet ist dies allerdings nicht so. Der Gebrauch von [tm] geschieht ausschließlich in persiflierender Art und Weise, der Sinn eines bestimmten Ausdrucks wird hiermit verändert bzw. oft sogar ins Gegenteil verkehrt. Wer also beispielsweise davon spricht, dass ein bestimmtes Posting in der Tat lesenswert[tm] ist, der sollte sich genau überlegen, wie er auf einen derartigen Beitrag antwortet. Der Ursprung des Ganzen ist im übrigen in der Newsgroup de.talk.bizarre zu finden, die sich im besonderen der Wahrheitsfindung und -interpretation verschrieben hat.

TOFU
Eine der schlechteren Angewohnheiten mancher Usenet-Freaks ist das Verfassen sog. TOFU-Postings. Die Abkürzung steht sinnigerweise für "Text oben, Fullquote unten" und genauso sieht ein entsprechender Beitrag auch aus. Wesen kennzeichnend ist die Tatsache, dass die logische Abfolge von Ursprungsposting und Follow-Ups auf den Kopf gestellt wird, Fragen und Antworten ihre Position vertauschen. Verantwortlich dafür sind unachtsame Verfasser, welche beim Beantworten eines Beitrags den Cursor über das Zitat des Bezugsbeitrags setzen, drauf los schreiben und das eigentliche Zitat damit "vor sich herschieben". Die Vermeidung derartiger TOFU-Postings ist Teil der recht umfangreichen Regeln bezüglich des korrekten Usenet-Zitats.

Troll
Unangenehme und unhöfliche Zeitgenossen gibt es natürlich auch in der Welt der Newsgroups, hier tragen diese oft den Namen "Troll" oder auch "Elch". Trolle wollen bewusst provozieren und entsprechende Reaktionen auslösen. Wer beispielsweise in einer Gruppe für Hundeliebhaber die beste Art der Zubereitung eines Vierbeiners auf dem Grill diskutiert, tut dies in der Regel nur deshalb, um ein entsprechend negatives Feedback zu bekommen. Im ursprünglichen Sinn wurde an sich ein derartiger Artikel als Troll bezeichnet, mittlerweile hat sich der Terminus aber auch für den Absender eingebürgert. Die beste Reaktion auf derartige Beiträge ist vollkommene Ignoranz, da möglicher Widerspruch ja genau die vom Beitragsverfasser erwünschte Reaktion darstellt.

Usenetverwaltung
Newbies wird gerne mit der Möglichkeit einer Meldung an die Usenetverwaltung gedroht. Dies ist natürlich vollkommener Quatsch, da es eine derartige Institution gar nicht gibt. Diese Feststellung sollte sich auch dem Laien alleine aus dem dezentralen Aufbau und der damit verbundenen Selbstverwaltung erschließen. Vielleicht mehr als an jedem anderen virtuellen Ort berücksichtigt die Usenetgemeinde auch die Prinzipien demokratischer Grundregeln. Dies betrifft beispielsweise Fragen bezüglich der Einrichtung, Löschung oder auch Änderung von Newsgruppen sowie Fragen zu technischen Standards. Es wird gemeinsam diskutiert und auch gemeinsam abgestimmt (via E-Mail): Die Newsgruppen der Hierarchie de.* werden beispielsweise über de.admin.news.groups "verwaltet" (Ausnahme de.alt.*).

-v
Windows-Nutzern eher unbekannt ist die Option -v ("verbose") den Anwendern auf UNIX basierender Betriebssysteme wie beispielsweise aller Linux-Derivate in aller Regel geläufig. Viele Kommandozeilen basierte Anwendungen bieten die Möglichkeit ausführliche Rückmeldungen ein- bzw. auszuschalten. Wenn im Usenet - hier vor allem in technisch orientierten Newsgruppen - jemand mit -v antwortet, so lässt sich leicht erahnen, dass er gerne eine ausführlichere Darlegung bzw. Begründung vom Verfasser einer bestimmten Aussage hätte.

Wowereit
Ironie, Wortwitz und Sarkasmus sind im Usenet mehr als an allen anderen Orten des Internet zuhause. So verwundert es denn auch nicht, dass auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit Einzug in die Welt der Newsgroups gefunden hat. Bekannt wurde dieser im Jahre 2001 mit seinem öffentlichen Bekenntnis "Ich bin schwul. Und das ist auch gut so". Wenn ein Posting also mit dem Wort "Wowereit" ergänzt wird, so möchte der Verfasser die Richtigkeit einer bestimmten Tatsache in der Weise unterstreichen, dass er die Tatsache für wünschenswert erachtet.

WWG
Hierbei handelt es sich um eine Abkürzung, welche mittlerweile auch in andere Teile des Internet Einzug gehalten hat. WWG bedeutet nämlich schlicht und einfach "Wieder was gelernt". Da im Usenet das Thema Höflichkeit eine besondere Rolle spielt macht es sich immer gut, diese drei Buchstaben einzusetzen, wenn man dank eines bestimmten Posting-Inhalts seinen Wissensschatz (kostenfrei) erweitern durfte.

xf'up2
Diese gebräuchliche Abkürzung kennzeichnet die Kombination aus X-Post und F'up2. X-Post oder auch Crossposting bezeichnet dabei das Versenden ein und desselben Artikels in mehrere Newsgruppen (immerhin noch besser als das sog. Multiposting, bei der ein einzelner Artikel mit exakt gleichem Inhalt in eine Vielzahl von Gruppen nacheinander gepostet wird). Der zweite Bestandteil des Terminus xf'up2 leitet sich vom Followup-To ab, einer Header-Angabe, welche einen antwortenden Newsreader über die Adressierung von Follow-Ups informiert.

YMMD
Kurz und bündig: Diese Abkürzung steht für den im englischen Sprachraum sehr gebräuchlichen Ausdruck "You made my day". Ins Deutsche übersetzt heißt das Ganze so viel wie "Du hast mir den Tag gerettet" und genauso ist es auch gemeint. Wenn man also unerwartet Hilfe bekommt oder ansonsten ein bestimmtes Posting schlicht und einfach gewinnbringend findet, dann ist es durchaus angebracht mit YMMD zu antworten.

YMMV
Ursprünglich eine Verbrauchsangabe bei Autos hat die Einschränkung "Your Mileage May Vary" in Form der Abkürzung YMMV den Weg ins Usenet gefunden. In seiner eigentlichen Bedeutung besagt dieser Satz, dass der konkrete Verbrauch des Kraftfahrzeugs in Abhängigkeit von der Strecke sowie der Fahrweise auch unterschiedlich ausfallen kann. Im übertragenen (Newsgroup-)Sinn wird der Terminus verwendet wenn ausgedrückt werden soll, dass man je nach Standpunkt auch eine andere Meinung vertreten bzw. zu ganz anderen Schlussfolgerungen kommen kann.

SONDERZEICHEN UND ZAHLEN
Science Fiction Freaks können wahrscheinlich mit der Zahl 42 etwas anfangen. Im Kultroman "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams ist "42" nämlich die Antwort eines riesigen Computers auf die Frage nach dem Ursprung des Universums, dem Sinn des Lebens, der Welt an sich. Dieser berühmte Computer aller Computer trug den Namen "Deep Thought" und konnte - der Fiktion folgend - ohne Probleme die Vektoren aller Urknall-Bestandteile durchrechnen. Für die Antwort aller Antworten "Zweiundvierzig" waren im übrigen 7,5 Millionen Jahre Rechenzeit notwendig. Leider war zum Zeitpunkt der zweifelsfrei richtigen Ergebnisübermittlung niemand mehr bekannt wie die eigentliche Frage gelautet hatte.
Programmierer und Zeitgenossen welche schon einmal was mit höherer Mathematik zu tun hatten dürften mit Sicherheit den Operator != kennen. Dieser steht im eigentlichen Sinne für "ungleich" und im übertragenen für "...ist etwas anderes als...".
Ebenenfalls aus der Welt der Programmierung stammt die Deklaration von Variablen über ein vorangestelltes Dollarzeichen. In technisch orientierten Newsgroups wird daher gerne von $Container gesprochen, wobei der konkrete Wert des Containers entweder nicht wichtig ist oder der Gunst des Betrachters überlassen bleibt. Kritik und anstößige Worte können auf diese Art und Weise recht praktisch euphemisiert werden.
Eine oft verwendete Spielerei besteht in der Darstellung und Verschachtelung von Aussagen im Multiple Choice Stil. Die Richtigkeit oder Unrichtigkeit eines Statements wird durch Voranstellen von [ ] oder [X] dokumentiert, wobei insbesondere die Verschachtelung mehrerer Aussagen selbst fortgeschrittenen Usenet-Teilnehmern Probleme bereiten kann.